Lösungswege

Sensibilisierung

Wichtig ist, dass Eltern gemeinsam mit ihrem Kind die Welt der Medien entdecken, nach dem Motto: „Verstehen ist besser als Verbieten“. Wir raten Eltern und Erziehenden, dass sie auf ihre erzieherischen Kompetenzen und ihre elterliche Intuition vertrauen sollen. Schließlich kennen sie ihre Kinder am besten und haben ein Gefühl dafür, was ihre Kinder verarbeiten können. Nach vielen Gesprächen bringt es diese Aussage auf den Punkt: “Das ist alles total wichtig, aber wie kommen diese Infos jetzt an unsere Kinder?” – “Na durch Sie!” – “Das geht nicht, die nehmen mich nicht ernst, das muss die Schule machen!” Kann Schule alles leisten? Viele Eltern wollen heute “die besten Freunde” ihrer Kinder sein, setzen dementsprechend wenige Regeln und Grenzen, sind häufig nicht konsequent bei deren Umsetzung und erlauben “aus Freundschaft”, weil sie “auf Augenhöhe” argumentieren und weil sie keine Lust auf permanente Diskussionen haben Dinge, die letztlich zu ungewollten negativen Konsequenzen für die Kinder führen.

 

Medienerziehung ist aber in erster Linie Elternsache, so wie Medienbildung kann Auftrag der Schule sein. Da diese Arbeitsteilung nicht immer perfekt funktioniert, müssen beide Seiten einen Teil der Defizite aufarbeiten, die auf der jeweils anderen Seite entstehen, wenn etwa Eltern bei den Hausaufgaben helfen müssen oder Lehrer versuchen, ihren Schülern Höflichkeit und Respekt zu vermitteln.

 

Vergessen Sie bei allem offensichtlich kompetenten Umgang der Kindern und Jugendlichen mit den Digitalen Medien nicht, das denen in vielen Situationen der nötige Weitblick fehlt, um die Folgen ihres Handelns einschätzen zu können. Sie waren schon immer spontan, impulsiv und risikobereit, insbesondere in der Pubertät. Umso wichtiger ist es heute für Eltern, ihnen digitale Geräte, die spontane Unüberlegtheiten schneller, gravierender und häufig unwiderruflich machen, nicht unüberlegt und ohne klare Nutzungsregeln und Einschränkungen zu überlassen.

Fortbildung zum INTERNET MEDIEN COACH®

Die Aus- und Fortbildungsveranstaltung zum Internet Medien Coach® richtet sich an Erziehungsverantwortliche, Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Lehramtsstudentinnen und -studenten aber auch Fachkräfte aus der Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Schule sowie Institutionen, Vereine, Kommunen und Unternehmen. Die Teilnehmergruppe besteht aus ca. 20 bis max. 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.


INHALTE

Die Teilnehmer/innen erhalten Informationen zu den aktuellen Medieninhalten, die Kinder, Jugendliche, Heranwachsende aber auch die Generation 60+ nutzen, sowie zu den Gefahren unreflektierten Gebrauchs von Internet, Handy, Chats und sozialen Netzwerken.

 

Die Aus- und Fortbildung ist in Module unterteilt. Schulungsinhalte sind u.a.:

 

  • Jugendmedienschutzthemen
  • Verbraucherschutz und Informationskompetenz
  • Präsentation, Rhetorik & Moderation
  • Gruppenarbeit & Methodik
  • Organisation & Vernetzung